SPEXBOX 3: Welcher CAPI-Treiber wird benötigt?

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SPEXBOX 3: Welcher CAPI-Treiber wird benötigt?

CAPI 2.0 Schriftzug

Die SPEXBOX 3 ist eine CAPI-Anwendung. Der Betrieb dieser Fax- und Voicemaillösung benötigt daher zwingend einen CAPI-Treiber. Da sich diese standardisierte ISDN-Schnittstelle seit vielen Jahren etabliert hat, gibt es auf dem Markt zahlreiche Anbieter, die Soft- und Hardware zur Bereitstellung der CAPI ausliefern.

Technische CAPI-Voraussetzung

In der Theorie kann die SPEXBOX 3 mit jeder 32 Bit CAPI 2.0 Installation betrieben werden. Ob die CAPI richtig installiert ist, können Sie ganz einfach überprüfen, indem Sie im System32-Verzeichnis von Windows nachsehen, ob eine CAPI2032.dll installiert ist. Diese wird von der SPEXBOX 3 nach Start der Dialoge automatisch initialisiert. Das bedeutet auch, dass nur ein CAPI-Treiber im System vorhanden sein darf.

SPEXBOX 3 Fehlermeldung CAPI DLL not found

Meldet die SPEXBOX 3 die Fehlermeldung “dialog error: audio module: CAPI DLL not found” ist der CAPI-Treiber nicht oder fehlerhaft installiert. Folgen Sie zur Fehlerbehebung den Anweisungen in diesem Artikel.

Im Idealfall wurde der aktuelle CAPI-Treiber auf einem sauberen System installiert. War zuvor schon ein CAPI-Treiber installiert, muss dieser rückstandslos entfernt sein (Registry, DLLs, Dateien usw.), sonst kann es zu unerwartete Komplikationen kommen.

Neben der Überprüfung, ob überhaupt eine CAPI2032.dll Datei im richtigen Systemordner installiert ist, lohnt sich auch immer ein Blick in die Eigenschaften der Datei, ob der Herausgeber auch der Richtige ist.

Und 64-Bit Systeme?

Die meisten CAPI-Anwendungen werden aufgrund verschiedener Programmierrestriktionen absichtlich nur im 32-Bit Betrieb ausgeführt. Normalerweise installiert jeder uns bekannte CAPI-Anbieter beide Treiberversionen (64/32 Bit). Uns ist bisher kein anderer Fall bekannt.

Auswahl der CAPI

Die bereitgestellte Infrastruktur vor Ort sollte in die Entscheidung, wie die CAPI bereitgestellt wird, mit einfließen. Zur Hochzeit von ISDN wurden klassische ISDN-Karten in die Rechner verbaut um den CAPI-Treiber zu bedienen. Durch die zunehmende Digitalisierung sind weitere Soft- und Hardware-Anbieter auf den Markt gekommen.

ISDN-Karte

ISDN-Karten sind vor allem dann nützlich, wenn die TK-Anlage noch einen freien S0-Bus besitzt oder die Kommunikation kritisch ist (dann sollte wenn möglich auf VOIP verzichtet werden). Punkt-zu-Punkt Karten können außerdem an den Amtsanschluss angesteckt werden.

Allerdings haben die meisten ISDN-Karten den Nachteil, dass sie nicht mehr offiziell für neuere Windows-Versionen unterstützt werden. Wenngleich meistens die Treiber trotzdem noch funktionieren. Darauf kann jedoch keine Gewährleistung gegeben werden.

Beliebte ISDN-Karten-Hersteller sind: HST (auch über uns erwerbbar), Gerdes, Dialogic/Sangoma oder AVM.

USB-Adapter (nicht empfohlen!)

Vor allem in virtuellen Systemen wünschen sich viele Anwender zuverlässige Lösungen. Da ist der Griff zu einem USB-Adapter naheliegend.

Derzeit gibt es nur einen aktuellen Anbieter, der eine USB-Lösung auf dem Markt hat. Diese können wir nicht empfehlen. Der laufende Support hat uns gezeigt, dass dieses Produkt nicht zuverlässig funktioniert und im schlimmsten Fall ständig ein- und ausgesteckt werden muss. Deshalb ist die Verwendung von USB-Adaptern auf eigene Gefahr zu verstehen. Wir werden keine Supportfälle bearbeiten, die mit dieser Hardware betrieben werden.

Eine gute Alternative zu USB-Adapter, vor allem für virtuelle Systeme, bieten folgende Optionen:

Remote-CAPI via. Router

Eine weitere Möglichkeit, den CAPI-Treiber bereitzustellen ist mittels eines speziellen Routers. Dieser bezieht das Telefonsignal entweder über einen integrierten S0-Anschluss oder via VOIP bzw. Konfiguration des SIP-Anbieters.

Das CAPI-Signal wird Remote in das Netzwerk gespeist, sodass alle Computer im Netzwerk auf die CAPI zugreifen können. Ganz ohne eingebaute Hardware. Dafür wird auf dem gewünschten System lediglich der CAPI-Treiber installiert und eingerichtet.

Ein großer Anbieter dieser Router ist bintec elmeg (nicht alle Router können remote faxen). Auch LANCOM Systems bietet solche Router an. Leider bietet LANCOM Systems keinen Support mehr für ihre Remote-Capi.

Virtuelle CAPI mittels Software

Eine softwarebasierte CAPI-Bereitstellung bietet sich hauptsächlich bei der Anbindung über SIP oder wenn eine VOIP-fähige Telefonanlage vorhanden ist an.

Hiermit hat sich vor allem die TE-SYSTEMS GmbH mit Ihrem Produkt XCAPI einen Namen gemacht. Diese wird mittels VOIP-/SIP-Zugangsdaten auf dem jeweiligen Windows PC/Server installiert und eingerichtet. Ein Vorteil der XCAPI besteht darin, dass diese unbegrenzt getestet werden kann (mit Branding).

Die XCAPI kann ebenfalls über uns erworben werden.

SPEXBOX Appliance

KomplettlösungSämtliche Varianten können auch mit unseren SPEXBOX Komplettlösungen eingesetzt werden.

Je nach Anforderung ist eine AVM-, eine HST- oder keine ISDN-Karte verbaut.

Die SPEXBOX Appliance ist in unterschiedlichen Ausstattungen in der Mini ITX und in der 19 Zoll Rackmount Variante erhältlich.

Damit ersparen Sie sich eine aufwändige Zusammenstellung eigener Hardware und können so Ihren Voicemail- bzw. Faxserver autark im Netzwerk betreiben. Dies erhöht die Ausfallsicherheit und im Supportfall ein flexibleres Eingreifen.

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